Beginn moderner Systementwicklung macht sichtbar, wie neue Wissenschaft, Weltbilder und Entdeckungen Ordnungen nachhaltig verändern. Du fühlst Dich in einem Raum voller Bücher, Karten und Entdeckungen, die Deine Vorstellung von Ordnung und Wissen erweitern. Dein Denken formt sich durch die systematische Sammlung von Erkenntnissen und das Vermessen der Welt, die Dein inneres Bild von Ganzheit prägen. Dein Handeln spiegelt das Aufbrechen alter Denkweisen wider und öffnet Wege für bewusste Gestaltung. Diese Phase schenkt Dir Orientierung und Inspiration, um in einer komplexen Welt bewusst zu wirken. So findest Du Klarheit, die Dein Denken lenkt, Leichtigkeit, die Dein Fühlen trägt, und Freude, die Dein Handeln bewegt.
Lesetipp
Lies diesen Artikel, wenn es sich gerade gut anfühlt und Du Dich auf die Inhalte fokussieren kannst und willst. Der Artikel ist so gestaltet, dass Du ihn von Anfang bis Ende lesen oder gezielt die Abschnitte auswählen kannst, die Dich gerade besonders unterstützen. Nimm Dir, was Du brauchst. Wähle das, was Dir heute wirklich gut tut. Was Dich erinnert. Was Dich stärkt. Es gibt keine Pflicht, kein Richtig, kein Falsch. Nur die Einladung, Verbindung zu spüren. In Deinem Tempo, auf Deine Weise.
Inhaltsverzeichnis
Was sind die Ursprünge und Entwicklungen von Systemen?
Dieser Blogartikel ist Teil einer Artikelserie, die Dich auf einer Zeitreise zu den Ursprüngen und Entwicklungen von Systemen von 50.000 vor Christus bis heute begleitet. Jeder Beitrag öffnet Dir neue Perspektiven auf systemische Zusammenhänge, die Dein Denken, Fühlen und Handeln prägen. Reise durch die Epochen, um Dein Verständnis zu vertiefen und vielfältige Impulse für Dein persönliches und berufliches Wirken zu gewinnen.
Wann Deine Zeit gut investiert ist?
Du willst erforschen, wie sich zwischen 1500 und 1700 historische Systeme und Ordnungen entwickelten, die Dein Denken, Fühlen und Handeln bis heute prägen. Deine Zeit ist gut investiert, wenn Du offen bist, die Entdeckungen, neue Weltbilder und Veränderungen dieser Epoche zu verstehen. Du spürst den Wunsch, alte Denkweisen aufzubrechen und Wissen neu zu ordnen. Dabei geht es Dir um das Erkennen von Zusammenhängen zwischen persönlichem Erleben und gesellschaftlichen Entwicklungen. So eröffnest Du Räume für Klarheit und Orientierung, um Dein eigenes Wirken bewusster und nachhaltiger zu gestalten. Diese Zeit bietet Impulse für mehr Bewusstheit im Umgang mit Komplexität und Wandel.
„Die Zeit, die Du dem Denken widmest, ist ein Akt der Freiheit.“
Wo stehst Du heute?
Du fühlst Dich manchmal herausgefordert von der Komplexität Deines Lebens und der Vielfalt der Informationen, die auf Dich einströmen. Gedanken sind aktiv, Gefühle schwanken zwischen Neugier und Unsicherheit. Du erlebst, wie alte Strukturen und neue Ideen in Dir wirken und Dich zu inneren Fragen führen. Dein Handeln wirkt gelegentlich zögerlich, während Du nach Orientierung suchst. Du bist offen, die Dynamiken zwischen Tradition und Fortschritt in Deinem Umfeld zu erkunden und Dich selbst als Teil eines größeren Ganzen zu verstehen. Dabei spürst Du den Wunsch nach innerer Ruhe und klaren Impulsen für Dein tägliches Handeln.
Wo willst Du hin?
Du spürst innere Klarheit und Weite, die Dir neue Perspektiven eröffnen. Dein Denken und Fühlen harmonieren, sodass Du Veränderungen gelassener begegnest und bewusst gestaltest. Du verstehst Dich als Teil eines lebendigen Systems, das Vergangenheit und Gegenwart verbindet. Die Orientierung, die daraus entsteht, schenkt Dir Mut und Zuversicht. Dein Handeln ist entschlossen und getragen von Vertrauen in Deine eigene Kompetenz, mit Komplexität umzugehen. So kannst Du Deine Energie fokussiert und wirkungsvoll für persönliche und gesellschaftliche Entwicklung einsetzen.
Was sind die Ursprünge und Entwicklungen von Systemen zwischen 1500 bis 1700?
Zwischen 1500 und 1700 entstanden wegweisende Systeme und Ordnungen, die bis heute unser Denken, Forschen und Handeln prägen. Stell Dir vor, Du stehst in einer alten Bibliothek, umgeben von dicken Büchern, Karten und Zeichnungen, die das Wissen der Welt ordnen. Dieses Zeitalter ist geprägt von großen Entdeckungen, neuen Weltbildern und tiefgreifenden Veränderungen. Die enzyklopädische Sammlung des Wissens, die Erforschung neuer Kontinente, das Aufbrechen alter Glaubenssätze und die systematische Beobachtung der Natur, all das eröffnet neue Perspektiven. Dieses Wachstum des Wissens und der Ordnung wirkt bis heute in Bildung, Wissenschaft und persönlicher Entwicklung. Wenn Du mit Komplexität und Wandel umgehst, findest Du hier Impulse für Orientierung, Reflexion und kreative Gestaltung. So kannst Du die Ursprünge moderner Systeme entdecken und Deinen eigenen inneren Kompass stärken.
„Wer beginnt, die Welt mit eigenen Augen zu sehen, beginnt auch, sie zu verändern.“
Wie lässt sich Wissen sinnvoll ordnen?
Ab 1500 • Europa • Gelehrte und Enzyklopädisten • Enzyklopädische Systematisierung von Wissen
Mit der frühen Neuzeit begann der Versuch, das gesamte verfügbare Wissen der Welt zu sammeln, zu ordnen und zugänglich zu machen in sogenannten Enzyklopädien. Werke wie die Margarita philosophica (Externe Link zu weiterführenden Informationen) oder das Theatrum Orbis Terrarum (Externe Link zu weiterführenden Informationen) brachten erstmals unterschiedliche Wissensbereiche in systematische Beziehung zueinander. Kategorien wurden gebildet, Verknüpfungen sichtbar gemacht, Ordnungsprinzipien entwickelt. Aus systemischer Sicht zeigt sich hier ein wachsendes Bewusstsein für Komplexität und Vernetzung, nicht nur inhaltlich, sondern auch strukturell. Wissen wurde nicht mehr nur tradiert, sondern aktiv gestaltet. Diese Bewegung beeinflusst bis heute Bildung, Forschung, Bibliothekswesen und digitales Wissensmanagement. Wenn Du mit vielen Themen, Ideen oder Rollen jonglierst, bietet dieser Ursprung eine klärende Perspektive: Systeme entstehen nicht nur durch Inhalte, sondern durch Beziehungen. Wenn Du Wissen verbindest, entsteht daraus Orientierung und oft auch ein neues Verständnis von Sinn.
Was bleibt lebendig, wenn Systeme unterdrückt werden?
Ab 1500 • Weltweit • Indigene Gemeinschaften • Indigene Systeme unter kolonialem Druck
Über Jahrhunderte hinweg wurden indigene Ordnungsmodelle wie das Ahupuaʻa (Externe Link zu weiterführenden Informationen), das Medizinrad (Externe Link zu weiterführenden Informationen), die Andine Kosmovision oder das Ifá-Orakel (Externe Link zu weiterführenden Informationen) durch Kolonialisierung systematisch verdrängt, durch Missionierung, Enteignung, Gewalt und kulturelle Auslöschung. Doch diese Systeme haben überlebt: in Liedern, Ritualen, Erzählungen, Gemeinschaften. Sie leben weiter in den Herzen der Menschen, im Land, im Rhythmus der Jahreszeiten. Aus systemischer Sicht zeigt sich hier eine tiefe Resilienz: Lebendige Systeme können sich anpassen, in andere Formen übergehen, sich verbergen und trotzdem wirken. Heute erleben wir eine weltweite Rückbesinnung auf diese ursprünglichen, zyklischen, beziehungsorientierten Ordnungen. Wenn Du Deine Arbeit mit Sinn, Verantwortung und Tiefe verbinden willst, liegt hier eine kostbare Quelle: Manches, das verdrängt wurde, trägt gerade deshalb die Kraft, neue Wege zu zeigen, verwurzelt, verbunden und getragen von Erinnerung.
Wie verändert sich die Welt, wenn wir sie vermessen?
Ab 1507 • Europa • Kartografen und Entdecker • Systematische Kartografie und globale Vermessung
Mit der ersten Weltkarte, auf der der Name „America“ erschien, begann eine neue Ära: Die Erde wurde nicht mehr nur erlebt, sondern vermessen, gezeichnet und systematisch erfasst. Kartografie (Externe Link zu weiterführenden Informationen) wurde zum Instrument, um Räume zu ordnen, Grenzen zu ziehen, Ressourcen zu planen und Macht zu sichern. Aus systemischer Sicht ist das ein tiefgreifender Wandel im Umgang mit der Welt: Die Erde wird zum Objekt, das sichtbar, vergleichbar und kontrollierbar gemacht werden kann, oft aus einer einzigen Perspektive. Gleichzeitig entstanden neue Möglichkeiten der Orientierung, Navigation und Zusammenarbeit. Heute nutzen wir Karten in vielen Formen, geografisch, sozial, digital, innerlich. Für Menschen, die mit Systemen arbeiten, ist dieser Ursprung eine Einladung zur Reflexion: Karten helfen, den Überblick zu behalten, doch keine Karte ist das Gelände. Wahre Orientierung entsteht im Wechselspiel von innerem Kompass, Beziehung und der Bereitschaft, das Unbekannte nicht nur zu berechnen, sondern zu begegnen.
Wie entsteht Heilung durch innere und äußere Balance?
Ab 1520 • Europa • Paracelsus • Ganzheitlich-medizinisches Weltbild
Paracelsus (Externe Link zu weiterführenden Informationen) war Arzt, Alchemist und Visionär und einer der ersten, der den Menschen als Abbild des Kosmos verstand. Für ihn war Krankheit keine isolierte Störung, sondern Ausdruck eines Ungleichgewichts zwischen inneren und äußeren Kräften. Gesundheit bedeutete: im Einklang sein mit den Elementen, Rhythmen, Archetypen und dem eigenen Lebensweg. Paracelsus verband Naturbeobachtung mit spirituellem Wissen und stellte dabei das individuelle Wesen des Menschen in den Mittelpunkt. Aus systemischer Sicht begriff er Körper, Geist, Seele und Umwelt als verbundenes Wirkungsfeld, lange bevor der Begriff „Ganzheit“ verbreitet war. Seine Impulse wirken bis heute in Naturheilkunde, integrativer Medizin, Persönlichkeitsarbeit und ökologischer Heilkunde. Für Menschen, die sich selbst besser verstehen oder andere begleiten möchten, erinnert dieser Ursprung daran: Heilung ist kein Reparieren, sondern ein Wiederfinden der inneren Ordnung in Resonanz mit dem, was lebt.
Was verändert sich, wenn sich der Mittelpunkt verschiebt?
Ab 1543 • Polen/Italien • Nikolaus Kopernikus • Heliozentrisches Weltbild
Mit seinem Werk De revolutionibus orbium coelestium (Externe Link zu weiterführenden Informationen) stellte Nikolaus Kopernikus das bis dahin gültige Weltbild auf den Kopf: Nicht die Erde, sondern die Sonne steht im Zentrum des Planetensystems. Dieser Perspektivwechsel war mehr als ein astronomisches Modell, er veränderte das Denken über Ordnung, Beziehung und Selbstverständnis grundlegend. Aus systemischer Sicht war es ein radikaler Perspektivwechsel: Die Beobachterin ist nicht mehr der Mittelpunkt, sondern Teil eines dynamischen Ganzen. Bewegung, Relativität und Wandel wurden als Grundmuster von Systemen sichtbar. Dieses Denken wirkt bis heute, in Physik, Philosophie, Gesellschaft und persönlicher Entwicklung. Wenn Du Dich in Umbruchphasen befindest oder alte Vorstellungen hinterfragst, erinnert dieser Ursprung daran: Wenn sich der Mittelpunkt verschiebt, öffnet sich oft eine neue Ordnung, nicht als Verlust, sondern als Einladung zu neuer Klarheit und Weite.
Wie wird Natur zu einem geordneten System?
Ab 1583 • Italien • Andrea Cesalpino • Frühe systematische Naturbeobachtung
Andrea Cesalpino war einer der ersten, der Pflanzen nicht nur beschrieb, sondern sie nach erkennbaren Prinzipien ordnete, nicht nach Nutzen oder Symbolik, sondern nach Struktur und Aufbau. Mit seinem Werk De plantis libri XVI (Externe Link zu weiterführenden Informationen) legte er die Grundlage für eine wissenschaftlich-systematische Botanik. Er betrachtete die Pflanzenwelt als ein zusammenhängendes System, das durch innere Logik, Muster und Beziehungen geprägt ist. Aus systemischer Sicht zeigt sich hier der Übergang von bloßer Beobachtung zu strukturierter Erkenntnis: Natur wird nicht nur bewundert, sondern als dynamisches Gefüge verstanden. Diese Haltung beeinflusst bis heute Biologie, Ökologie, Medizin und ganzheitliche Forschung. Wenn Du die Klarheit im Umgang mit Komplexität suchst, bietet dieser Ursprung eine wertvolle Perspektive: Wenn Du die Muster in der Natur siehst, erkennst Du auch die Ordnung in Dir und kannst achtsamer mit allem Lebendigen in Beziehung treten.
Wie wirken Systeme, wenn sie Macht strukturieren?
Ab 1600 • Europa • Koloniale Handelskompanien • Systemische Logik kolonialer Verwaltung
Mit der Entstehung von Handelskompanien wie der Britischen oder Niederländischen Ostindien-Kompanie entstand ein neues Verwaltungssystem: hochorganisiert, funktional vernetzt, mit klaren Zentren und abhängigen Peripherien. Diese kolonialen Großsysteme regelten Ressourcenströme, Arbeitskraft, Kommunikation und Kontrolle über weite Entfernungen hinweg. Aus systemischer Sicht zeigt sich hier ein frühes, komplexes Managementsystem, jedoch mit einer tiefen Schieflage: Es beruhte auf Ausbeutung, Entwurzelung und Hierarchie. Gleichzeitig entstanden durch diese Struktur neue Formen von Organisation, Bürokratie und globaler Interdependenz. Für heutige Prozesse der Dekolonisierung, Organisationskritik oder globalen Gerechtigkeit ist dieser Ursprung essenziell: Er zeigt, wie systemische Logik auch unterdrücken kann, wenn Beziehung, Teilhabe und Würde fehlen. Wenn Du Systeme gestaltest, birgt es die Frage: Wem dient das System und was braucht es, damit Strukturen nicht trennen, sondern verbinden?
Was passiert, wenn Denken vom Fühlen getrennt wird?
Ab 1637 • Frankreich • René Descartes • Rationalismus und Dualismus
Mit seinem Werk Discours de la méthode (Externe Link zu weiterführenden Informationen) prägte René Descartes ein neues Verständnis von Erkenntnis: klar, logisch, zweifelnd und vor allem getrennt. Der berühmte Satz „Ich denke, also bin ich“ stellte das Denken ins Zentrum der menschlichen Existenz. Körper und Geist wurden als zwei voneinander unabhängige Systeme betrachtet, der Beginn des Dualismus (Externe Link zu weiterführenden Informationen). Aus systemischer Sicht brachte Descartes Klarheit und Struktur, aber auch Trennung und Fragmentierung. Seine Philosophie ermöglichte große wissenschaftliche Fortschritte, führte jedoch auch zu einem Weltbild, das Gefühle, Körperwissen und Beziehung oft ausklammerte. Noch heute wirkt dieser Einfluss in Bildung, Medizin, Führung und Alltagslogik. Wenn Du Ganzheit suchst, ist dieser Ursprung wichtig zu verstehen: Er zeigt, wo Trennung begann und macht bewusst, wie wertvoll es ist, Denken, Fühlen, Körper und Beziehung wieder zusammenzubringen. Denn Systeme leben nicht nur von Logik, sondern auch von Verbindung.
Was fehlt, wenn Systeme nur als Maschinen gelten?
Ab 1650 • Europa • Naturwissenschaftler*innen • Mechanistisches Weltbild
Mit dem Aufstieg der Naturwissenschaften entstand ein Weltbild, in dem alles, vom Universum bis zum menschlichen Körper, als Maschine betrachtet wurde. Systeme wurden verstanden als lineare, vorhersehbare Abläufe aus klaren Ursachen und Wirkungen. Dieses mechanistische Denken ermöglichte enorme technische Entwicklungen, doch es trennte auch: zwischen Subjekt und Objekt, Mensch und Natur, Körper und Geist. Aus systemischer Sicht bot dieses Modell zwar Struktur und Vorhersagbarkeit, ließ aber lebendige, chaotische, fühlende Aspekte außen vor. Noch heute prägt es viele Organisationen, Bildungssysteme, Wirtschaftsmodelle, oft verbunden mit Effizienzdenken, Kontrolle und Standardisierung. Wenn Du nach Verbundenheit, Sinn und Lebendigkeit suchst, wird hier deutlich: Systeme sind keine Maschinen, sie atmen, wandeln sich und brauchen Raum für Beziehung. Die Einladung: Technik nutzen, ohne das Lebendige zu verlieren und neue Ordnungen zulassen, die Platz für Menschlichkeit haben.
Wie lässt sich die Welt berechnen und wo nicht?
Ab 1687 • England • Isaac Newton • Mathematische Systemanalyse und Naturgesetze
Mit seinem Werk Philosophiæ Naturalis Principia Mathematica (Externe Link zu weiterführenden Informationen) begründete Isaac Newton ein neues Weltbild: Die Natur als präzise berechenbares System, das festen Gesetzen folgt. Kräfte, Bewegungen und Bahnen ließen sich mathematisch darstellen, das Universum erschien wie ein riesiges, geordnetes Uhrwerk. Dieses Denken schuf die Grundlage für moderne Naturwissenschaften, Technik und Ingenieurskunst. Aus systemischer Sicht ist das Newtonsche Modell ein Beispiel für lineare, geschlossene Systeme mit klarer Ursache-Wirkung-Logik. Es brachte enorme Fortschritte, begrenzte jedoch zugleich das Verständnis für lebendige, offene, nichtlineare Zusammenhänge. Noch heute prägt es viele Bereiche, von Ökonomie bis Schulmedizin. Wenn Du mit komplexen, dynamischen Prozessen arbeitest, ist dieser Ursprung ambivalent: Er erinnert daran, wie hilfreich Struktur sein kann und wo sie an ihre Grenzen stößt. Denn nicht alles lässt sich berechnen, manches will verstanden, gespürt und im Zusammenhang gesehen werden.
Welche Unterschiede prägten Systeme zwischen 1500 und 1700?
Zwischen 1500 und 1700 wandelten sich Systeme je nach Weltregion auf sehr unterschiedliche Weise. In Europa führte die Reformation zur Spaltung religiöser Ordnungssysteme, während Kolonialreiche neue, oft gewaltsame Verwaltungs- und Machtsysteme über andere Kontinente legten. In China konsolidierte die Ming-Dynastie eine zentralistische Verwaltung, während indigene Systeme in Amerika, Afrika und Asien unter Druck gerieten oder verdrängt wurden. Die Naturwissenschaften Europas entwickelten ein mechanistisches Weltbild, das Systeme zunehmend als berechenbare Abläufe beschrieb. Während in Europa Fortschritt und Rationalisierung dominierten, hielten andere Kulturen an zyklischen, relationalen Weltbildern fest. Diese Spannungen zwischen linearem Fortschrittsdenken und zyklischer Systemlogik prägten das globale Systemverständnis dieser Zeit, oft mit ungleichen Machtverhältnissen, kultureller Überformung und Beginn planetarischer Verflechtungen.
Was verband Systeme zwischen 1500 und 1700?
Trotz regionaler Unterschiede verband viele Systeme zwischen 1500 und 1700 ein wachsender Einfluss globaler Verflechtung, Kontrolle und Rationalisierung. Der Buchdruck verbreitete Ideen schneller als je zuvor. Wissenschaft, Technik und Handel wurden systematisiert, kategorisiert und normiert, ob in Form von Weltkarten, Logarithmentabellen oder staatlicher Bürokratie. Religiöse Ordnungen wurden durch reformatorische, mystische oder koloniale Systeme neu organisiert. Auch Bildung und Wissen wurden in Institutionen überführt, die langfristig Wirkung entfalteten. Dabei gewannen Begriffe wie Ursache, Wirkung, Objektivität oder Ordnung an Bedeutung und verdrängten in vielen Kontexten spirituelle, zyklische oder relationale Systemverständnisse. Gemeinsam war vielen Systemen der Versuch, Komplexität greifbar zu machen, durch neue Formen von Struktur, Kontrolle und Deutung, die bis heute nachwirken.
Positiver Impact entsteht durch Dein aktives Handeln
Die größte Kraft entfalten die Inhalte, Impulse, Reflexionsfragen und Erkenntnisperlen in diesem Blogartikel, wenn Du ihnen Raum zum nachwirken gibst. Deine Gedanken dürfen sich sortieren. Deine Gefühle dürfen verstanden werden. Was Dich bewegt, darf sich in Deinen Handlungen zeigen. Nicht sofort, aber stetig. Du musst nichts analysieren. Nur aufmerksam sein. Wenn Du in Resonanz gehst mit dem, was in Dir aufgetaucht ist, kann sich Wandel entfalten. Nicht durch Druck, sondern durch Bewusstsein. Der positive Impact beginnt nicht im Außen, sondern in Dir und wirkt von dort weiter. Schritt für Schritt. Wort für Wort. Handlung für Handlung.
Frage Dich selbst…
Reflexionsfragen
Fragen zur Reflexion öffnen Denkräume und laden Dich ein, innezuhalten. Sie verbinden Fühlen, Denken und Handeln im Hier und Jetzt. Du musst nichts wissen, nichts lösen, nichts leisten. Es reicht, präsent zu sein, zu beobachten, wahrzunehmen, zu erforschen. Was sich in Dir zeigt, wenn Du ehrlich fragst, ist relevant. Du spürst einen Impuls. Vielleicht taucht ein innerer Widerstand auf. Alles darf da sein. Nutze die Fragen als Einladung. Nicht als Aufgabe oder Liste zum Abarbeiten, sondern als kleine Tür zu Dir selbst. Wenn Du durchgehst, beginnt etwas zu schwingen, in Dir, in Deinen Beziehungen, in Deiner nächsten Entscheidung.
Was Du mitnimmst?
Erkenntispereln
Alles was Du mitnimmst sind Deine Erkenntnisperlen. Sie zeigen sich, wenn etwas in Dir hängen bleibt. Ein Gefühl, ein Gedanke, ein innerer Satz. Etwas, das für Dich Bedeutung hat. Du spürst es sofort oder erst später. Diese Erkenntnisperlen sind keine fertigen Antworten, sie sind verdichtete Momente innerer Wahrheit. Sie begleiten Dich über den Text hinaus. Du musst sie nicht analysieren, nicht verstehen. Nur spüren, was in Dir bleibt. Was Dich erinnert, klärt oder berührt. Deine Erkenntnisperlen sind Wegweiser. Leise und kraftvoll zugleich. Sie wirken in Dir, wenn alles andere schon weiterzieht. Sie tragen Dich, wenn Du beginnst, ihnen zu vertrauen.
Werde Teil der Nordstern Community
Welche Erkenntnisperlen und Ergebnisse hast Du durch diesen Blogartikel gewonnen? Teile Deine Gefühle, Gedanken, Fragen und Erfahrungen mit der Nordstern-Community. Deine Worte können Dich selbst und Dein Umfeld berühren, inspirieren und Klarheit schenken. In der Nordstern Community lernen wir voneinander, wachsen miteinander und unterstützen uns gegenseitig. Frei von Bewertung, mit Fokus auf Resonanz. So entsteht ein Community aus Gleichgesinnten für reflektiertes Fühlen, Denken und Handeln mit positiven Impact.
Wissen in Bewegung
Dieser Artikel ist Teil eines lebendigen Erkenntnisprozesses. Er wurde mit Sorgfalt auf Basis von aktuellem Wissen und Erfahrungen erstellt und bleibt offen für Weiterentwicklung. Wissen ist nichts Starres, es lebt von Resonanz, Austausch und Perspektivwechsel. Wenn Dir Unklarheiten, Ergänzungen oder neue Blickwinkel auffallen, freue ich mich über Deinen Hinweis. Nutze dafür gerne das Kontaktformular. So wächst Wissen in Verbindung und aus Verbindung entsteht neue Klarheit. Du bist eingeladen, diesen Prozess aktiv mitzugestalten.
Hinterlasse einen Kommentar